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Virtuelles privates Netzwerk (VPN)


Die ersten virtuellen privaten Netzwerke wurden eingesetzt, um die lokalen Netzwerke der Betriebsstätten eines Unternehmens in ein größeres Netzwerk zusammenzuschalten, das aus dem Internet unzugänglich sein kann.

In einem lokalen Netzwerk können individuelle Rechner direkt miteinander kommunizieren. Zum Beispiel funktionieren viele Netzwerkdrucker so: Ein Rechner friedrich kann eine Verbindung zu einem Drucker namens a3-laser aufbauen. Wenn die Datenpakete zwischen den lokalen Netzwerken geroutet werden, könnte ein besonderer Drucker oder Server aus anderen Betriebsstätten zugänglich sein.

Nehmen wir an, ein Unternehmen ist als example.com im Domain-Namen-System eingetragen. Sollten die lokalen Netzwerke der Betriebsstätten hamburg.example.com und pinneberg.example.com heißen, so könnte der vollständige Domainname des Druckers a3-laser.hamburg.example.com heißen. Dank der Verbindung zwischen der Netzwerke, kann nicht nur der lokale Rechner friedrich.hamburg.example.com Druckaufträge direkt senden sondern auch ein Rechner karl.pinneberg.example.com in einem anderen Büro.

Es wäre Schade, wenn beliebige Internet-Benutzer nach Schwachstellen in a3-laser.hamburg.example.com suchen könnten, um ein unangemessenes Bild drucken zu lassen oder mit Hilfe des Druckers irgendwelche Cyberangriffe durchzuführen, für die das Unternehmen verantwortlich gemacht werden könnte. Gleichzeitig müssen Fernarbeiter und mobile Arbeiter sich mit dem Firmennetzwerk verbinden können.

VPN-Router

Eine passende Lösung ist es, alle feste und mobile Arbeitsorte in ein virtuelles private Netzwerk zusammenzubauen. Dies kann durch einen oder mehreren mit TLS-Zertifikaten gesicherten VPN-Router geschehen.

Das Unternehmen kann über einen privaten Namensraum für Domain-Namen und IP-Adressen verfügen, die nicht mit dem öffentlichen Internet verbunden sind. Interne Adressen wie a3-laser.hamburg.example.com brauchen nicht im Internet sichtbar sein.

Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit stehen manchmal im Widerspruch zueinander. Zum Beispiel könnte der Zugang zu den digitalen Briefkästen der Mitarbeiter und Lieferanten imap.example.com auf das private Netzwerk begrenzt werden. Es ist genauso möglich, den Zugang vom Internet aus erlauben und sich auf TLS verlassen.

Öffentliche Adressen

Einige besondere Dienste wie www.example.com (die Webseite des Unternehmens) und vpn.example.com (ein VPN-Gateway, das die Betriebsstätten und mobilen Arbeiter miteinander verbindet) müssen im öffentlichen Domain-Name-System eingetragen werden und mit öffentlichen IP-Adressen verbunden sein.


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